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Chronik der Grundschule Aulatal

Gründung des Schulverbandes Aulatal
Am 26. Juli 1963 wurde der Schulverband „Mittelpunktschule Aulatal“ in Kirchheim gegründet. Zu dem neuen Schulverband gehörten außer Kirchheim noch die Nachbargemeinden Gershausen, Reimboldshausen, Kemmerode, Allendorf, Reckerode, Goßmannsrode, Rotterterode, Heddersdorf, Frielingen und Gersdorf.

Bau der Mittelpunktschule Aulatal
Nach der Erstellung der Baupläne und der Erteilung der Baugenehmigung konnte am 1. August 1964 mit dem Bau der Schule begonnen und schon am 21. Januar 1966 das Richtfest gefeiert werden. Dank der zügig durchgeführten Bauarbeiten war der Neubau der Mittelpunktschule im April 1966 vollendet, so dass sie am 20. April 1966 nach den Osterferien bezogen werden konnte. Außer Frielingen, das seine Grundschule behielt, schickten alle Gemeinden des Schulverbands ihre Kinder vom 1. – 9. Schuljahr in die „erste echte Mittelpunktschule“ des Kreises Hersfeld. Von den 364 Schülern wurden 189 per Omnibus in die Schule gebracht, die restlichen Kinder kamen aus Kirchheim und gingen zu Fuß zur Schule.

Feierliche Einweihung der Mittelpunktschule Aulatal
Am Samstag, dem 2. Juli 1966, konnte die Mittelpunktschule Aulatal ihrer Bestimmung übergeben werden. Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich Eltern und Schulkinder auf dem Schulhof in einem Rechteck gruppiert, um an dem Festakt teilzunehmen. Auch viele prominente Gäste hatten sich eingefunden, darunter der hessische Kultusminister, der Landrat, der Schulrat, Vertreter des Kreises und der Kirchen sowie die Bürgermeister und Gemeindevertreter aller dem Schulverband angehörenden Gemeinden. Schulverbandsvorsteher Bürgermeister Kimpel rief bei seiner Eröffnungsrede den Gästen zu: „Keine noch so hohe Summe darf eine Gemeinde reuen, die sie für die Einrichtung ihrer Schule verwendet. In der Geschichte unseres Gemeinwesens wird der heutige Tag besonders vermerkt werden. Für die Bewohner des Aula- und Ibratals ist es ein besonderes Ereignis.“ Nach weiteren Ansprachen überreichte Architekt M. Dorbitz schließlich den Schlüssel der Schule Bürgermeister Kimpel, welcher ihn an Schulleiter H. Schellenberg weiterreichte. Dieser dankte im Namen der Schüler und des Lehrerkollegiums allen an der Entstehung der Schule Beteiligten.

Aus der Mittelpunktschule Aulatal wird eine Grundschule
Am 13. Dezember 1966 wurde der bisherige kommissarische Schulleiter Heinrich Schellenberg zum ersten Rektor der Mittelpunktschule Aulatal ernannt.
Am 1. August 1968 wurde die bis dahin selbstständige Grundschule Frielingen geschlossen und die Schüler in die Mittelpunktschule in Kirchheim eingeschult. Lehrer Helmut Hesse wurde nach Kirchheim versetzt, so dass nun 14 Lehrkräfte 376 Schüler unterrichteten.
Gemäß der Bestimmungen des neuen Schulverwaltungsgesetzes vom 3.5.1969 wurde der Kreis am 1. Januar 1970 Träger aller öffentlichen Schulen im Kreisgebiet.
Seit Beginn des Schuljahres 1974/75 besuchen auch die Schüler der Grundschulklasse aus dem Kirchheimer Ortsteil Willingshain, die bisher in die Grund- und Hauptschule in Oberaula gingen, die hiesige Schule und seit dem Schuljahr 1975/76 auch die Hauptschüler. Mit Beginn des Schuljahres 1976/77 wurden die Schüler der Klasse 5 an die Förderstufe der neuerbauten Gesamtschule in Niederaula überwiesen, was sich alljährlich wiederholte, so dass die Mittelpunktschule Aulatal mit der Entlassung der letzten Hauptschulklasse nur noch als Grundschule geführt wird.

Weitere wichtige Daten
Seit Juni 1991 trägt die Grundschule in Kirchheim nun offiziell den Namen „Grundschule Aulatal“. Noch im gleichen Jahr, im Monat August, erfolgt die Einrichtung einer Vorklasse in Kirchheim. Die Vorklasse besuchen Schülerinnen und Schüler der Gemeinden Kirchheim, Niederaula, Breitenbach/H. und Neuenstein.
Im Mai 1992 wird die Grundschule Aulatal die erste Grundschule im Landkreis mit festen Öffnungszeiten.
Dank großer Unterstützung der Elternschaft konnte im Jahre 1997 ein Förderverein gegründet werden, der die Schule mit Buch-, Sach- und Materialspenden unterstützt.
Auch die Einrichtung eines Computerraums im Schuljahr 1996/97 brachte die Schule technisch weiter, sodass die Schülerinnen und Schüler nun zu den Ersten im Landkreis gehörten, die auch multimedialen Unterricht erleben konnten.
Seit 2007 hatte die Schule eine Patenschaft für den philippinischen Jungen Anthony Bantoto übernommen. Die Kinder unterstützten den Jungen unter anderem mit erlaufenen Spenden aus dem alle zwei Jahre stattfindenden Sponsorenlauf. In 2017 wurde entschieden, diese Unterstützung nun an den Verein „Kleine Helden Kinder- und Jugendhospiz Osthessen e.V.“ gehen zu lassen.